Anzeindaz © Francesca Martini
Anzeindaz © Caroline Dubuis
Anzeindaz © Francesca Martini
Anzeindaz © Caroline Dubuis

Anzeinde

Alp und Durchgangsort: Anzeinde (Bex).
Die lange und aufregende Geschichte dieser Landschaft

Eine intakte und geschichtsträchtige alpine Landschaft
Alp und Durchgangsort: Anzeinde (Bex).
Die lange und aufregende Geschichte dieser Landschaft.
Der Weg nach Anzeinde war schon ein kleines Erlebnis. Aber wer die Landschaft genau betrachtet, kann noch mehr erleben: eine Zeitreise!
Es gibt die Geschichten, die man sich in den Hütten beim Fondue erzählt. Auf der Weide sind die Spuren der jahrhundertealten Alpwirtschaft zu erkennen. Die nahgelegenen Hügel erzählen von den Gletschern, durch die sie vor rund 20 000 Jahren geschliffen wurden. Mit einem Blick hinauf zu den Diablerets reist man gleich mehrere Jahrmillionen in die Vergangenheit zurück.

Die Landschaft von Anzeinde erzählt viele Geschichten: von der langen geologischen Geschichte bis hin zu den kleinen, täglichen Abenteuern auf der Alp.

Die Geschichte der Entstehung von Gesteinen: Eine Muschel nach der anderen.
Die 1000 Meter hohen Felsen, die diese Alp bis hin zum Gipfel der Diablerets dominieren, bestehen aus Meerestieren (Plankton, Ammoniten, Rudisten, Seeigeln, Muscheln und Korallen), die während rund 50 Millionen Jahren auf dem Meeresgrund abgelagert wurden.

Die Geschichte einer Kohlelagerstätte: Ein Baum nach dem anderen.
In jüngerer Zeit ist das Meer einem Sumpf gewichen, indem pflanzliche Reste langsam in Kohle verwandelt wurden. Unterhalb von Tête Ronde wollte man im 18. Jahrhundert Kohle für Brennstoff gewinnen, aber der Transportweg erwies sich als zu beschwerlich.

Die Geschichte der Zerstörung der Berge: Ein Stein nach dem anderen.
Sobald sich ein kleiner Hügel an der Erdoberfläche erhebt, wird er sogleich vom fliessenden Wasser angegriffen. An den grossen Schutthalden am Fuss der Felswand, dort wo kein Gras wächst, sieht man, dass die Berge auch heute noch abgetragen werden.

Warum befindet sich gerade hier ein Pass?
Abgesehen von der Rhone-Ebene, ist der Pas de Cheville die einzige leichte Verbindung zwischen den Kantonen Waadt und Wallis. Wie wurde der Pass gebildet?

1. Zwei Kontinente begegnen sich
Während der Alpenbildung wurden die Gesteine, die zwischen dem afrikanischen und dem europäischen Kontinent lagen, verformt: Riesige Falten warfen sich auf und glitten übereinander. Die Gesteine der Region Anzeinde (in Gelb) wurden zwischen zwei grossen Falten (in Grün) eingekeilt, gefaltet, gebogen und gebrochen.

2. Wasserläufe
Die wenig widerstandsfähige Zone (in Gelb) ist ein Segen für die Wasserläufe: Hier ist es einfacher, seinen Weg zu bahnen! Weil die Erosion entlang von geologischen Grenzen (in Rot) rascher fortschreitet, kommt es zur Bildung von Tälern. Wie hier beim Wasserlauf der Avançon und der Lizerne, die durch den Pas de Cheville getrennt sind.

3. Gletscher
In der grossen Falte (in Grün) entstanden grosse Gebirgsketten: Diablerets, Argentine, Muveran. Während der Eiszeiten bildeten sich in hohen Lagen Gletscher, die auf ihrem Weg die Täler schliffen und erweiterten.

Eine begehrte Weide
In dieser Höhe beträgt die Vegetationszeit nur gerade drei Monate, trotzdem grasen auf den 1000 Hektaren der weitläufigen Weide der Alp Anzeinde – Pas de Cheville seit dem Mittelalter Herden aus der Region. Im Lauf der Jahrhunderte mussten die Einwohner von Bex diese Weide wiederholt gegen Ansprüche der Einwohner von Ollon, Gryon und Conthey verteidigen.

Pflanzenreichtum
Die Flora der Umgebung von Anzeinde ist unter Botanikern seit Langem bekannt. Sie haben hier 232 Arten erfasst, das sind 83 Prozent der Flora der Waadtländer Alpen. Kein Wunder, dass der hiesige Käse einen unvergleichlichen Geschmack hat!
Die Vielfalt der Gesteine und des Geländes (Feuchtgebiete, Moränen, Geröllhalden, Dolinen), das besondere Klima am Eingang der Alpen und in der Nähe der Pässe fördern diese aussergewöhnliche Biodiversität.

Wasser und Grenzen
Haben Sie bemerkt, wie eigenartig die Kantonsgrenze bei den Seen von Moncui verläuft? Diese Grenze wurde 1550 so gezogen, um den Konflikten zwischen Bex und Conthey um das Weideland ein Ende zu setzen. Nur eine Lösung, bei der die Herden von beiden Hängen des Passes Zugang zum Wasser hatten, wurde von allen Parteien akzeptiert.

Das Leben auf der Alp heute
Während der Alpzeit sind die Tage der Hirten lang, denn die Milchkühe wollen gut versorgt sein. Entdecken Sie hier den Alltag auf der Alp!

Auskunft

Maison du Tourisme de Gryon
Place Barboleuse 11
1882 Gryon

Tel.: +41 (0)24 498 00 00
information@gryon.chwww.gryon.ch

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