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Les Diablerets

Les Diablerets: Vom Mittelalter bis heute


Das Vallée des Ormonts wurde im Mittelalter, im Jahr 515, erstmals in einer Urkunde erwähnt, mit welcher der Burgunderkönig Sigismund der Heilige die Talschaft Les Ormonts und weitere Ländereien der Abtei von St-Maurice überliess. Nach dem Tod Rudolfs III., des letzten Burgunderkönigs, ging das Vallée des Ormonts 1304 in den Herrschaftsbereich des Hauses Savoyen über. 1231 tauschte der Graf von Savoyen dann das Land und die Leute von Les Ormonts gegen das Land und die Leute von Saillon um. 1277 entliess Jacques IV. von Saillon, der Herr von Aigle, seine Leute von Ormont-Dessus schliesslich in die Freiheit. Der erste Freiheitsbrief vom 2. Februar 1279 bestätigte dies. Die ältesten Spuren der Dörfer Les Diablerets und Vers l’Eglise stammen aus dieser Zeit.
 
1464, während der Burgunderkriege, eroberten die Berner die Talschaft Les Ormonts, Aigle, Bex und Ollon. Les Ormonts wurde 1475 zu Berner Land und blieb es länger, als das savoyardische Regime gedauert hatte. Noch im selben Jahr bestätigte der Rat von Bern die Sitten und Privilegien der Talschaft Les Ormonts. Bei der Schlacht von Tréchadèze 1798 besetzten militärische Truppen aus der Waadt und aus Frankreich Les Ormonts. Von da an gehörte Ormont-Dessus zum künftigen Kanton Waadt. Die Übernahme erfolgte gewaltsam, denn die Einwohner von Les Ormonts verteidigten ihr Kulturerbe, als die französisch-waadtländischen Truppen sie unterwarfen; sie hatten sich an das Leben unter dem ihnen wohlgesinnten Berner Regime gewöhnt.
 
1839 wurde der Strassenabschnitt Aigle – Le Sépey für den Verkehr geöffnet. Nun wurden die Beziehungen zwischen Ormont-Dessus und der Ebene dank dem Holz- und Viehhandel, aber auch dem sommerlichen Fremdenverkehr intensiver. Deshalb wurde 1856 das Hôtel des Diablerets eröffnet, das seinen Namen der Aussicht auf das Diablerets-Massiv verdankt. Es war eines der ersten Hotels in den Waadtländer Alpen. Das Feriendorf erlebte einen Aufschwung. Dank der Eröffnung dieser Strasse konnte auch ein Postdienst eingeführt werden, der 1839 mit einer Postkutsche begann. 1855 wurde die zweite Teilstrecke der Strasse Sépey – Les Diablerets fertiggestellt und 1882 die Strasse über den Col du Pillon nach Gstaad eröffnet. Das aus mehreren Weilern bestehende Dorf erlebte nun den Bau von Pensionen und Ferienchalets und verwandelte sich nach und nach zu einem richtigen Feriendorf, das seit 1905 „Les Diablerets“ heisst. Der Bau und die Eröffnung der Eisenbahnlinie Aigle – Sepey – Les Diablerets im Jahr 1914 hat weiter zur Festigung der touristischen Bestimmung von Les Ormonts beigetragen. Im Winter 1909-1910 begrüssten die Hotels im Tal erstmals Gäste, die der Wintersport in die Höhe lockte. Der erste Skilift wurde 1942 in Les Vioz (auf dem Gebiet von Le Meilleret) eingerichtet. 1953 folgte die Gondelbahn Isenau und 1964 wurde die Seilbahn des Diablerets-Gletschers gebaut. Der Wintertourismus wurde in der Talschaft Les Ormonts nach und nach zum wichtigsten Wirtschaftszweig. In den letzten Jahren ist die Fluktuation der Bevölkerung ziemlich gering geblieben, mit rund 1'400 Einwohnern und rund 8'000 Feriengästen in der Hochsaison. Im Sommer stützt sich der Tourismus vor allem auf das Alpenleben, die grossartigen Landschaften und die einheimischen Produkte. Beim Wintertourismus sind dafür die Ansprüche an die Infrastrukturen höher.
 
Das Museum von Les Ormonts

Das Museum von Les Ormonts

Das Musée des Ormonts im Dörfchen Vers-l’Eglise (bei Les Diablerets) zeigt Wechselausstellungen zu verschiedenen Themen im Zusammenhang mit der Geschichte und Kultur von Les Diablerets.


 
 

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